Tagesgeldkonto und Tagesgeld Vergleich

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Letzte Aktualisierung 02.09.2010


Viele Deutsche vertrauen noch immer dem Sparbuch als die Anlagemöglichkeit, obwohl sie hierbei auf satte Zinsen sowie eine uneingeschränkte Flexibilität verzichten. Insbesondere für wenig risikobereite Anleger ist ein Tagesgeld Konto daher, im Gegensatz zu Aktien, die ideale Sparmöglichkeit.


Auch im Jahr 2007 legten die Deutschen nach Angaben der Deutschen Bundesbank wieder 10,8 % ihres Einkommens auf die Seite – einer der höchsten Werte weltweit. Durchschnittlich 170,- Euro spart jeder Bundesbürger monatlich, doch meist verkennt dieser dabei die immensen Zuwachsmöglichkeiten, die beispielsweise ein Tagesgeldkonto bietet. Hingegen wird häufig dem klassischen Sparbuch vertraut, das mit durchschnittlich einem Prozent Zinsen noch nicht einmal den Inflationsverlust abdeckt. Das Geld wird also praktisch gesehen weniger. Hierbei geht es keinesfalls um kleine Beträge, nach Bankenangaben „schlummern“ rund eine halbe Billion zu niedrigen Zinssätzen auf Deutschlands bevorzugtem Anlageprodukt, dem Sparbuch. Ganz zum Zufriedenheit der Geldinstitute, denn nur diese verdienen kräftig an den Einlagen; der Kunde ist der Verlierer.

Verdeutlichen lässt sich dies an folgendem Beispiel: Bei Anlage von 1.000,- Euro auf einem Tagesgeldkonto über einen Zeitraum von 20 Jahren werden daraus bei durchschnittlichem Zinssatz von 4 % rund 2.200,- Euro, bei einem Sparbuch mit 1,5 % Zinsen gerade einmal 1350 Euro. Zieht man die Inflation von derzeit ca. 2 % ab, schrumpft das Ersparte sogar. Doch für eine langfristige Anlage eignen sich Tagesgeldkonten eher weniger, empfohlen wird meist die Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Der Grund: Durch die nicht vorhandene Kündigungsfrist eignet sich das Tagesgeldkonto bestens zur schnellen Bargeldschaffung, beispielsweise bei größeren Anschaffungen. Sparbücher haben im Gegensatz meist eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Zunehmend erkennen auch Banken, dass die Beliebtheit von Tagesgeldkonten stetig zunimmt und locken mit immer neuen Zinssätzen. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn häufig gelten diese Angebote nur für Neukunden oder nur über einen begrenzten Zeitraum. Außerdem wird der beworbene Zinssatz meist nur bis zu einem bestimmten Betrag gezahlt, ab 50.000 Euro ist bei fast allen Banken Schluss. Doch bei einem entsprechend hohen Betrag gibt es sowieso deutlich attraktivere Anlagemöglichkeiten. Ein interessantes Angebot, dass vor starken Zinsschwankungen schützt, ist das „Top3-Zinskonto“ der norisbank, die übrigens seit Ende letzten Jahres eine Tochter der Deutschen Bank ist, das dauerhaft einen der drei besten Zinssätze der größten deutschen Banken verspricht. So entfällt lästiges Bankwechseln.

Besonders interessant zur kurzfristigen Anlage sind zudem verzinste Girokonten, wie beispielsweise das „DKB-Cash“-Konto der Deutschen Kreditbank, bei dem das Guthaben mit zurzeit 3,8 % verzinst wird. Dies ist insbesondere für bequeme Anleger eine optimale Möglichkeit, sein Geld zu vermehren.


dkb.de



Fazit: Wer heute noch Sparbuchsparer ist, sollte sein Kapital in jedem Fall auf ein Tagesgeldkonto transferieren. Doch hierbei sollten Sie sich die Angebote der verschiedenen Banken ganz genau ansehen, da diese im Kleingedruckten teilweise deutliche Einschränkungen nennen. Auch lohnt es sich ein kostenloses Tagesgeldkonto einzurichten für Geld, das man vom Gehalt übrig hat oder sich bei sonstigem Geld verdienen dazu verdient.